Yoga

8 Stufen nach Patanjali

8-gliedrige Pfad nach Patanjali

Die Erkenntnis, dass immer mehr Menschen sich für gesunde Lebensweise entscheiden, ist sehr erfreulich. Sie entscheiden sich bewusst was sie essen, mit wem sie kommunizieren, sie achten auf ihren Körper, achten auf seinen physikalischen und ästhetischen Zustand, sowie auf emotionalen Zustand. Nicht zuletzt spielt in diesem Prozess Yoga als Instrument seine Rolle. Nur wenige von uns nehmen Yoga als ganze Philosophie wahr, viele assoziieren Yoga mit Asanas (Yoga Stellungen) und einem schönen Körper.  Für den Anfang ist auch dieses Verständnis toll! Danach kann man sich Schritt für Schritt zu neuen Erkenntnissen bewegen.

Der klassische Ansatz zu Yoga ist der 8-gliedrige Pfad nach Patanjali  oder Ashtanga Yoga („ashta“ – acht, „anga“ – Glieder, meistens spricht man aber von Stufen) genannt. Dieser Ansatz kann als eine Art Leitfaden für ein glückliches und harmonisches Leben dargestellt werden, der moralischen und ethischen Lehren entspricht,  sowie Ratschläge für körperliche, geistige und emotionale Gesundheit.

Das Ziel

Nach den Lehren von Weisen Patanjali ist das Ziel von der ersten Hälfte von den acht Stufen ist die menschliche Persönlichkeit zu verbessern und die Kontrolle über den Körper zu erreichen. Dies sind die notwendigen Schritte, welche uns für die Reise zu sich selbst vorbereiten.

Die acht Stufen

  1. Die erste Stufe ist Yama. Diese Stufe ist die Basis für ethische und bewusste Verhaltensweise. Das Ziel ist unsere Beziehungen zu anderen Menschen zu harmonisieren.
  2. Die nächste Stufe ist Nyama. Sie steht im Einklang mit der vorherigen Stufe, aber im Gegensatz zu ihr ist Niyama auf inneres Verhalten und Selbstdisziplin gerichtet. Vor allem gilt dies für den regelmäßigen Besuch an religiösen Orten, persönliche Meditationspraktiken, Studieren von heiligen Schriften.
  3. Danach kommen Asanas (Yoga Stellungen). Um an einer bestimmten Position zu fokussieren, ist es notwendig, dass der Körper leicht zugänglich für verschiedene Arten der statischen Belastung und Dehnung ist – also Hatha Yoga. Die komplexen Hatha-Yoga-Übungen sind dafür gerichtet um die Muskeln und Gelenke zu stärken, Bänder zu dehnen und die körperliche Gesundheit aufrecht zu halten. Der Körper ist der Tempel der Seele und jeder Tempel muss gepflegt werden.
  4. Die vierte Stufe der Ashtanga Yoga widmet sich der Kontrolle der Atmung und heißt Pranayama -Praxis von bestimmten Atemübungen. In anderen Worten ist das die Steuerung der „Prana“ – Lebensenergie. Es entsteht eine Verbindung zwischen Atmung, Emotionen und Geist. Außerdem ist Pranayama auch ein Instrument, der zur Reinigung und Verjüngung vom Körper führt.
  5. Fünfte Stufe – Pratyahara ist eine Übergangsstufe, da die weiter folgenden Stufen sich auf das Bewusstsein der inneren Prozesse richten. Es ist wichtig in dieser Phase seine Gefühle nicht zu unterdrücken, sondern versuchen sie zu kontrollieren.
  6. Dharana ist die sechste Stufe der Ashtanga Yoga. Das ist die Phase der Konzentration auf interne und externe Objekte. Diese Praxis ermöglicht etwas für sich zu wählen und zu visualisieren.
  7. Fortsetzung der Konzentration ist Meditation – es ist ein kontinuierlicher Strom der Orientierung von Bewusstsein – Dhyana. Sobald der Prozess einer konstanten Konzentration aufhört durch eine geistige Aktivität begleitet zu werden, fängt Meditation an und das ist die siebte Stufe. In diesem Stadium wird die Wahrnehmung unendlich.
  8. Und schließlich die obere Stufe der Ashtanga Yoga – Samadhi. Zustand der absoluten Glückseligkeit. Man ist in der Lage über den Rahmen der eigenen Wahrnehmung zu gehen. Dieser Zustand wird durch die Yogis so beschrieben: „Tod lebendig erleben“. Das Bewusstsein des Praktizierenden erkennt weder physische noch zeitliche Grenzen – es ist vollständig und unendlich.

Obwohl Ashtanga Yoga in Form von Schritten dargestellt ist, können all diese Schritte in einem Komplex durchgeführt werden. So kann man für sich noch mehr Yoga entdecken und kennenlernen.

Ich wünsche euch eine erfolgreiche Yogapraxis!

Om!