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Ursache von Krankheiten. Ansicht von tibetischen Buddhisten

Ursache von Krankheiten. Ansicht von tibetischen Buddhisten

Aus buddhistischer Sicht ist unser Verstand der Schöpfer der Gesundheit und Krankheit. In Wirklichkeit ist er die Quelle all unserer Probleme. Der Verstand hat keine physische Natur. Er ist, buddhistischer Meinung nach, formlos, farblos, geschlechtslos. Seine Natur ist rein, unendlich, allumfassend, so wie die Sonne, die im klaren Himmel scheint. Probleme oder Krankheiten sind mit Wolken zu vergleichen, die die Sonne zudecken. Sowie die Wolken die Sonne vorübergehend blockieren, so sind unsere Krankheiten vorübergehend in der Natur, und deren Ursachen können beseitigt werden.

Man kann heutzutage kaum eine Person finden, die mit dem Konzept des Karma nicht vertraut ist (was wörtlich übersetzt Handlung bedeutet). Alle unsere Handlungen sind im Strom des Bewusstseins eingeprägt und haben das Potenzial, einen Sprössling in der Zukunft wachsen zulassen. Diese Handlungen/Taten können sowohl positiv als auch negativ sein. Es wird angenommen, dass die „karmischen Samen“ nie ignoriert werden können. Negative Samen reifen als Versagen und Krankheiten, positive bringen Glück, Gesundheit und Erfolg.

Um eine bestehende Krankheit loszuwerden, müssen wir positive Taten in der Gegenwart leisten. Buddhisten glauben: All das, was jetzt mit uns geschieht, ist das Ergebnis unserer bisherigen Handlungen, nicht nur in diesem Leben, sondern auch in den vorigen.

Für den Heilungsprozess ist es notwendig, nicht nur die äußeren Krankheitssymptome mit Hilfe von Medikamenten oder natürlichen Kräutern zu behandeln, sondern auch die Ursache zu beeinflussen, die ihren Ursprung in unserem Verstand nimmt. Wenn wir unseren Verstand nicht reinigen, kommt die Krankheit immer wieder zurück.

Das Egoismus

Der Hauptgrund unserer Probleme und Krankheiten ist Egoismus – unser innerer Feind. Egoismus zeugt negative Taten und Gefühle, solche wie Eifersucht, Neid, Zorn, Gier. Egoistische Gedanken steigern unseren Stolz, verursachen das Neidgefühl gegenüber den Menschen, die mehr haben als wir. Sie verursachen das Gefühl der Überlegenheit gegenüber den Menschen, die weniger haben als wir, sowie das Gefühl des Wettbewerbs gegenüber denen, die auf dem gleichen Niveau sind. Umgekehrt ist es aber so, dass Gedanken und Handlungen, die sich auf das Wohlergehen anderer richten, Glück und Frieden bringen.

Die tibetische Medizin ist sehr populär und effektiv. Sie basiert sich auf pflanzlichen Behandlungen. Ihre Einzigartigkeit liegt in der Tatsache, dass bei der Herstellung von Arzneimitteln Gebete und Mantras ausgesprochen werden, die diese Arzneimittel mit Energie tanken. Je mehr der Mensch geistig entwickelt ist und spirituelle Praktiken während dem Vorbereiten von gesegneten Arzneimitteln durchführt, desto stärker ist die Wirkung von diesen. Es sind Fälle bekannt, wo ein erleuchteter tibetischer Lama auf den betroffenen Bereich des Körpers pustet und danach die Schmerzlinderung oder Heilung folgt. Mitleid ist eine Kraft, die heilt.

Die Visualisierung

Die Visualisierung kann auch ein leistungsfähiges Werkzeug einer Heilung sein. Eine der buddhistischen Methoden: Visualisierung von einer weißen, leuchtenden Kugel über dem Kopf, die in alle Richtungen Licht ausstrahlt. Stellen Sie sich vor, wie dieses Licht durch Ihren Körper durchdringt,  in dem es alle Krankheiten und Probleme löst. Diese Visualisierung ist noch effektiver, wenn Sie sie mit dem Singen von Mantras kombinieren. Es ist wichtig, zu beachten, dass religiöse Überzeugungen hier keine Rolle spielen.

Im Buddhismus wird viel über die Frage der Wahrnehmung gesprochen. Wenn jemand wütend auf uns ist, haben wir eine Wahl entweder auch wütend zu sein oder für die Gelegenheit zu danken, unsere Geduld ausüben und das Karma reinigen zu können. Dies kann eine Menge Zeit in Anspruch nehmen.

 

 

Quelle: OUM.RU