Yoga

Wie bestimme ich mein Übungsniveau im Yoga?

Wenn die Frage nach dem „Level der Praxis“ grundsätzlich auftaucht, dann nur am Anfang.

Die vom Lehrer vorgeschlagene Abfolge von Asanas ist kein CHECK für Ausdauer und Flexibilität. Dies ist eine EINLADUNG, um die Möglichkeiten Deines Körpers zu erkunden und zu erweitern.

Der eine kann die Knie sofort mit der Brust berühren, und der andere stoppt auf dem halben Weg. Auf der gleichen Weise kann der eine leicht einen reibungslosen Übergang vom ersten zum dritten Krieger machen, und der andere wird das Gleichgewicht verlieren, das Bein nicht ausstrecken können, den Atem anhalten, wo man eigentlich einatmen sollte… Und das ist absolut normal!

Jeder kommt mit eigenem „Gepäck“ zum Yoga. Bei dem einen ist es die Flexibilität in der Brustwirbelsäule und bei dem anderen verkürzte Beinmuskulatur. Jeder wird was zu tun haben, um seinen Zustand auszugleichen, denn die Yoga-Asanas sind darauf ausgerichtet, den Körper auszugleichen und den Geist zu beruhigen.

Von daher spielt es keine Rolle, was Du „besser“ oder „schlechter“ kannst. Finde Deine blinden Flecken und vertiefe Deine Arbeit dort, wo sie am dringendsten benötigt wird. Trainiere den gesamten Körper und verwende unterschiedliche Ansätze für die Praxis – mit einem Schwerpunkt auf Dynamik und Statik, Kraft und Flexibilität. Atme auf und beobachte Deinen Zustand, sei es in einer „schwierigen“ oder „leichten“ Asana. Nur Du kannst wissen und fühlen, wo Du Deine Last reduzieren solltest und wo Du tiefer gehen kannst.

Kurz gesagt, pass die Intensität der Übung selbst an. Es besteht keine Aufgabe darin, alle angebotenen Asanas-Formen genauso zu üben. Die Aufgabe ist es zu versuchen, das zu tun, was Dir jetzt zur Verfügung steht, um dies so effizient, bewusst, nachdenklich, korrekt und sicher wie möglich zu gestalten.