Yoga

Yoga. Das Licht des Wissens

Yoga. Das Licht des Wissens

Es war eine späte Nacht in der Regenzeit. Der dunkle Himmel war mit Wolken bedeckt. Alles war in Düsterkeit gehüllt.  Ein einsamer Wandermönch lief langsam die Straße herunter auf der Suche nach einem ruhigen Ort zum Schlafen. Obwohl all sein Besitz nur aus einem kleinen Rucksack, einer Decke und einer Laterne bestand, war er glücklich und sorglos.

Plötzlich hörte er ein Geräusch eines Motorrades. Der Motorradfahrer fuhr sehr schnell auf einer dunklen Straße, und hatte keine Lichter. Der Mönch glaubte, dass dies zu einem Unfall führen könnte, und beschloss, dem Fahrer seine Laterne zu geben. Er begann, Kreise mit seiner Laterne durchzuführen, um dem Motorradfahrer zu signalisieren, dass er stoppen sollte. Der Motorradfahrer war aber nicht zu stoppen, er fuhr vorbei und hätte beinah den Wandermönch überfahren. Der Mönch rief: „Warten Sie! Ich möchte Ihnen meine Laterne geben, sonst bauen Sie einen Unfall!“ Der Motorradfahrer rief zurück: „Es hat keinen Sinn, da ich keine Bremsen habe.“

Diese Geschichte dient als Beispiel von einem Leben des modernen Menschen. Dunkle Straße, das ist ein Lebensweg, meistens ohne Freude und Weisheit. Das Motorrad entspricht dem menschlichen Körper und Geist. Die meisten Menschen führen ein Leben, das sich einem rücksichtslosen Motorradfahrer ähnelt, der auf der Straße rast. Viele von uns richten alle ihre Bestrebungen und Bemühungen auf Ruhm, Reichtum, Luxus und andere Dinge, die unser Ego befriedigen, ohne über die schädlichen Auswirkungen der Gedanken zu machen. Die Menschen gehen durch das Leben, ohne zu wissen, wohin sie gehen.

Das Licht des Wissens

Das Laternenlicht ist Weisheit, die Bremsen sind Selbstdisziplin. Der Motorradfahrer hatte keine Bremsen (Selbstdisziplin), und auch keine Lichter (Weisheit). Er war sicher in ernster Gefahr. Genauso ist es mit jedem Menschen, der durch das Leben ohne Weisheit und Selbstdisziplin geht. Er steht vor der unvermeidlichen Vergeltung in Form von Frustration, Krankheit und Verzweiflung.

Der Wandermönch versuchte dem Fahrer auf der Straße das Licht zu geben, aber er nahm es nicht an, weil er nicht einmal bremsen konnte. Die Pflichten von dem Mönch bestehen darin, andere auf dem Weg des Lebens zu führen, sodass sie Unfälle in Form von Krankheiten vermeiden, sich realisieren und sich selbst erkennen. Wenn Sie in der Lage sind, in Ihrem Leben Bremsen zu benutzten, dann werden Sie bereit sein, diesen Leitstern anzunehmen.

Das Licht, das ein Mönch an andere weitergeben kann, heißt Yoga. Es gibt viele verschiedene Arten von Licht, ebenso gibt es viele verschiedene Wege des Yoga. Eines der aufregendsten Arten von Licht ist ein altes und effektives System des Yoga.

 

 

Quelle: OUM.RU